31.07.2010
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Globale Industrie
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Die Zuständigkeit eines verantwortlichen Unternehmens beschränkt sich nicht auf die rein rechtlichen und finanziellen Aufgaben, sondern erfordert, vor dem Hintergrund der zunehmenden Globalisierung, zusätzlich ein überzeugendes ethisches Engagement in sozialen und umweltrelevanten Bereichen.

Globalisierung
Um sich im Zeitalter der Globalisierung der Herausforderung im Wettbewerb stellen zu können, ist es für C&A notwendig Produkte in den weltweiten, sich ständig ändernden und hochkomplexen Zuliefermärkten für Textilien einzukaufen.
Die Zunahme freien weltweiten Handels hatte historisch im Sinne von nationalem Wirtschaftswachstum und dem Anstieg des individuellen Lebensstandards bisher im wesentlichen positive Auswirkungen. Dieses geschieht allerdings nicht über Nacht, sondern beinhaltet einen stetigen Prozess der Entwicklung und Demokratisierung durch Implementierung von sozialen Strukturen.

Textilzulieferermärkte
Mit der Öffnung von Märkten, deren Zugang für Entwicklungsländer lange begrenzt war, wird die Herstellung von Textilien zunehmend als neue Einnahmequelle und Möglichkeit für eigene wirtschaftliche Entwicklung gesehen. Dadurch wird allerdings die Zulieferkette immer komplexer und Produktionskapazitäten werden heute in den entlegensten Teilen der Welt angeboten.

Als ein, in diesen Weltmärkten einkaufendes, Unternehmen, werden wir daher mit einer Vielzahl unterschiedlicher sozialer, kultureller und rechtlicher Strukturen konfrontiert. Um im Wettbewerb bestehen zu können, ist dennoch der internationale Einkauf von Produkten äußerst wichtig. Wir sind daher schon früh zu dem Schluss gekommen, dass die Sicherstellung ethisch verantwortlichen Handelns eine Schlüsselrolle im Rahmen eines fortschrittlichen Ansatzes spielen muss. Globaler Einkauf bezieht auch Geschäftsbeziehungen zwischen den Unternehmen in den wirtschaftlich bereits entwickelten Ländern einerseits und den Herstellern in Entwicklungsländern andererseits mit ein. In diesem Verhältnis besteht manchmal die Gefahr, dass bei fehlender Übereinstimmung über ethische Grundregeln inakzeptable Arbeitsbedingungen auf Grund von unterschiedlichen Anschauungen auftreten. Obwohl wir über keine eigenen Produktionen verfügen, ist es unsere klare Überzeugung keine inhumanen oder ausbeuterischen Arbeitsverhältnisse im Zusammenhang mit der Herstellung unserer Ware zuzulassen. Deshalb übernehmen wir die Verantwortung dafür Sorge zu tragen, dass Zulieferer unsere Ware unter Einhaltung international anerkannter ethischer Standards herstellen.

Der C&A-Ansatz
Unser Wareneinkauf basiert auf dem Prinzip "jederzeit fair und ehrlich" zu handeln und wird entsprechend überwacht. Das bedeutet, dass wir die Verletzung von Menschenrechten und grundlegenden sozialen Standards nicht tolerieren. Allerdings müssen auch wir örtliche Gesetze, Normen und kulturelle Gepflogenheiten respektieren, sofern diese nicht mit fundamentalen und allgemein gültigen ethischen Grundsätzen und Menschenrechten kollidieren.
Wir haben deshalb einen "Verhaltenskodex" geschaffen und zur vertraglich verbindlichen Grundlage für alle unsere Geschäftspartner gemacht. Darüber hinaus haben wir ein maßgeschneidertes, pragmatisches und wirkungsvolles Überwachungssystem aufgebaut, welches es uns ermöglicht, die Einhaltung in der gesamten Lieferkette bis zum Hersteller zu kontrollieren.